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Layla M.

Regie: Mijke de Jong

NL/BEL/DE, 2017, 100 min., Farbe, OmU, FSK: tbc

 

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Layla M.

Regie: Mijke de Jong

NL/BEL/DE, 2017, 100 min., Farbe, OmU, FSK: tbc

 

Inhalt

Inhalt

Layla ist ein 18-jähriges Mädchen, geboren und aufgewachsen in Amsterdam. Sie ist klug, launisch, dickköpfig und marokkanischer Herkunft. In Zeiten ständiger terroristischer Bedrohung, hat sie mit dem steigenden Argwohn gegenüber kopfbedeckten Frauen mit Kopftuch und bärtigen Männern zu kämpfen, den sie tagtäglich miterleben muss. Doch die anwachsende Frustration, stärkt ihren Glauben. Im Zuge dessen tritt sie einer muslimischen Gruppe bei, die für die islamische Freiheit kämpft. Layla veröffentlicht Filme im Internet und erstellt politische Flyer, die den syrischen Horror und die Grausamkeiten in Gaza zeigen - und gleichzeitig flirtet sie mit dem charismatischen Abdel. Als ihr friedvoller Bruder und sie von der Polizei verhaftet werden, bleibt der gefühlsverletzten und in Angst verlorenen Layla keine andere Möglichkeit den Konflikten mit ihren Eltern zu entfliehen, als von Zuhause wegzulaufen. Sie will sich verheiraten - mit Abdel. Nach ihrer Hochzeit streichen sie durch das Land, arbeiten als Missionare und sammeln Geld für einen guten Zweck. Als sie jedoch nur knapp einem Kommando der belgischen Polizei entkommen, fliehen sie in den Mittleren Osten. Layla betritt eine Welt, die zwar ihre Ideen nährt, sie jedoch vor eine unmögliche Wahl stellt.

 

Credits

Stabliste

Regie: Mijke de Jong

Drehbuch: Jan Eilander, Mijke de Jong

Kamera: Danny Elsen

Produktionsdesign: Jorien Jong

Kostüm: Jacqueline Steijlen

Ton: Joost Roskam

Schnitt: Dorit Linken

Sound Design: Mark Glynne

Produzent: Jet Christiaanse, Chantal Nissen, Rulsa Nasser

mit: Nora El Koussour, Ilias Addab

 

Pressestimmen

Pressestimmen

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Biografie

Biografie

Regie: Mijke de Jong

Seit nun mehr als 20 Jahren zeigen die Filme von Mijke de Jong eine enorme soziale Beteiligung. Von ihrem Debut Love Hurts (1992 - Toronto International Film Festival - Special Jury Award Locarno) bis hin zu Layla M. De Jongs internationaler Durchbruch gelange ihr mit Bluebird, für den sie zahlreiche Auszeichnung gewann, unteranderem den Gläsernen Bären bei der Berlinale 2005. Ihre darauf folgende Filme Stages (Special Mention Locarno) und Katia’s Sisters (2008 - offizielle Auswahl der Berlinale, Toronto und Locarno) konnten den Erfolg fortführen. Der ausgezeichnete Spielfilm Joy (2010) wurde auf der ganzen Welt präsentiert und wurde in den Niederlanden als Bester Spielfilm prämiert. Ihre Produktion Frailer aus dem Jahre 2014 hatte seine Uraufführung in Toronto. Im vergangenen Jahr arbeitete sie zusammen mit dem Theaterkollektiv Wunderbaum an dem Film Stop Artig Now, der seine Premiere während dem Internationalen Film Festival Rotterdam feiern konnte. Layla M. ist de Jongs neunter Spielfilm.

Filmographie (Auswahl):

2016 - Layla M.

2016 - Stop Acting Now

2014 - Frailer (Selektion Toronto International Film Festival)

2010 - Joy (Selektion Generation 14+)

2008 - Katia’s Sister (Selektion Berlinale, Toronto, Locarno, Nominierung Golden Leopard)

2007 - Stages (Locarno Special Mention)

2004 - Bluebird (Crystal Bear Berlinale, Toronto Sprockets Young People’s Jury Preis )

1997 - Brittle (Golden Calf)

1993 - Love Hurts (Selektion Toronto, Spezieller Preis der Jury Locarno)

 

Interview

Interview

Viele Ihrer Filme haben soziale Themen als Gegenstand. Was hat Sie dazu motiviert, einen Film über ein radikalisiertes Mädchen zu drehen?

In erster Linie Neugierde und Faszination. Religion und Aktivismus sind Themen, die mehr auch persönlich sehr am Herzen liegen. Ich möchte Filme machen, die im Jetzt spielen. Als wir begannen den Film zu entwickeln, war dies das Thema, in das ich eintauchen wollte. Der Arabische Frühling hatte gerade erst begonnen und junge Muslime aus ganz Europa wurden radikalisiert und gingen nach Syrien. Wir sahen sofort Gemeinsamkeiten zu den Freiheitskämpfern zu Zeiten der spanischen Bürgerkriege. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht was für Ausmaße die Brutalität und Gewalt nehmen würde. Allerdings wussten wir (Autor Jan Einander und Ich), dass die Unzufriedenheit der jungen Muslime und deren Gefühl, in Amsterdam nicht Zuhause zu sein, auch etwas mit uns und dem Film zutun haben würde. Das Drehbuch hatte zahlreiche Versionen. Ich habe bisher noch nie an einem Film gearbeitet, der sich in so großem Maße auf den Zeitgeist bezieht. Wir wurden oft von der Realität eingeholt. Die Situation im Mittleren Osten spitzte sich immer weiter zu und die Anschläge in Europa wuchsen zunehmend. Zunächst haben wir das in unser Drehbuch mit einfließen lassen, jedoch war das nicht die Geschichte, die wir erzählen wollen. Richtig funktioniert hat das Drehbuch erst, als wir wieder zum Ausgangspunkt zurück sind: das radikale Mädchen aus Amsterdam. Ein Mädchen, das nach ihrer eigenen Identität sucht, die ihre große Liebe trifft und mit ihr die Welt verändern will. Layla M. war geboren. Dadurch erzählt Layla M. auch die Geschichte zwei Liebenden, die durch unterschiedliche Ansichten auseinander gerissen werden.

Da mussten Sie sich vollständig hineinversetzten.

Ja. Aber gerade das ist das schöne an meinem Beruf. Wir haben viel gelesen. Zunächst reines Grundwissen und dann haben wir langsam ein Netzwerk aufgebaut. Ganz nach dem Prinzip: Trail and Error. Beispielsweise als Jan und ich nach Syrien reisen wollten, fächerte sich der Krieg auf. Der Widerstand begann zu bröckeln und Bombenanschläge naher der Grenzen machten es zu gefährlich, um dort hinzureisen. Jans Aufgabe war mehr das Schreiben, meine hingegen nach draußen zu gehen und zu recherchieren: In Moscheen, zu Schwestern-Treffen und so weiter. Es ist keine Welt, in die man einfach eintauchen kann, weil so viele Ding im Untergrund passieren. Aber wir sind nahe ran gekommen. Für mich war es sehr hilfreich, zu Frauen zu sprechen, die wieder entradikalisiert wurden und vieles zu mitzuteilen hatten. Wir hatten Kontakt zu einer jungen Frau, deren Vergangenheit durchaus Parallelen zu der von Layla M. aufweist. Das machte unsere Protagonistin zu einer Person aus Fleisch und Blut. Es ist sicherlich nicht einfach, komplett in einen Charakter einzutauchen, der vollständig von Wut bestimmt ist. Aber wir mussten. Um diesen Film drehen zu können, musste ich Layla verstehen. Das trifft nicht ur auf mich zu, sondern auch auf die Schauspieler. Nora und Ilias haben ebenfalls einige Nachforschungen angestellt. Sie sind beide religiös und kennen den Koran. Das war sicherlich ein großer Vorteil. Allerdings mussten sie auch die radikalisierten Gedanken der Rollen adaptieren. Diese Wut geht unter die Haut. Manchmal geht einem das echt zu nah. Wir alle kamen irgendwann an den Punkt, dass es zuviel wurde. Jeder auf eine andere Weise. Es war sehr intensiv.

Ein großer Teil der Geschichte spielt im Jordan. Wie haben Sie die Dreharbeiten dort erlebt?

Es war ein großes Vergnügen dort zu filmen. Wir sind nur mit einem kleinen Teil unserer Crew gefahren. Aus den Niederlanden und Belgien. Dort wurden wir dann von einer einheimischen Crew begleitet. Das war Liebe auf den ersten Blick. Gleichzeitig waren die Dreharbeiten dort auch sehr fordernd. Wir haben in extrem verarmten Teilen des Landes gedreht. Grenzregionen mit Flüchtlingslagern.

Mit welchem Gefühl sollen die Leute das Kino verlassen?

Ich hoffe der Film berührt die Menschen. Dass er Fragen aufwirft, dass sie das Mädchen Layla und einen Jungen wie Abdel verstehen. Ich wünsche mir, dass die Leute weniger in Kategorien wie Wir und Sie denken. Dass wütende Personen zweimal denken und eine andere Beziehung dazu bekommen, wenn sie in der Bahn neben einer Frau mit Kopftuch sitzen. Insgesamt hoffe ich, dass mein Film die Welt etwas ruhiger werden lässt. Je mehr man weiß, desto mehr versteht man.

 

Festivals

Festival Deutschland und Preise

2016

Cairo International Film Festival (Nomination: Best Film, Best Feature)

Les Arcs European Film Festival (Winner: Audience Choice Prize, Best Actress Prize)

London Film Festival (Nomination: Best Film)

Philadelphia Film Festival (Winner: Special Jury Award/Nomination: Narrative Award)

Toronto International Film Festival (Nomination: Platform Prize)

AFI Fest

Dubai International Film Festival

 

2017

Palm Springs International Film Festival (Nomination: Audience Award)

Nederlands Film Festival (Winner: Best Actress, Best Supporting Actor, Best Supporting Actor)

Munich Film Festival (Winner: Fritz-Gerlach Prize)

Göteborg Film Festival

Belgrade Film Festival

Kino Pavasaris - Vilnius Film Festival

 

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Jetzt im Kino!!

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