DER KUCKUCK UND DER ESEL

Regie: Andreas Arnstedt

D 2014, 95 Min., FSK: 16

 

Kurzinhalt

Der wenig erfolgreiche Autor Conrad Weitzmann will die Liebesgeschichte seiner Eltern verfilmen – die schönste Liebesgeschichte der Welt. Tatsächlich scheint sich ein Redakteur für seinen Stoff zu begeistern. Doch nach fünf Jahren Mailverkehr ist jetzt Schluss: Immer neue Änderungen will der Redakteur und von der ursprünglichen Geschichte ist nur noch wenig übrig. Gemeinsam mit seinem Vater Ephraim entführt der kleine Autor den großen Redakteur und zwingt ihn zur Zusammenarbeit!

Synopsis

Der Kuckuck und der Esel erzählt die Geschichte der eigenwilligen Familie Weitzmann, die in der Nähe Berlins auf dem Lande lebt. Vor zehn Jahren, nach dem Tode seiner Mutter, beschloss der bis dahin wenig erfolgreiche Autor Conrad Weitzmann die Liebesgeschichte seiner Eltern zu verfilmen.
Für ihn ist es die größte Liebesgeschichte der Menschheit, deren Verfilmung der uralte Vater verdammt noch mal noch erleben soll.... Er blutet seine Seele in jahrelanger Arbeit in seinem Drehbuch „Der Orangenhain“ aus und sucht den Kontakt zu einem Fernsehsender. Tatsächlich scheint sich ein Redakteur, Stuckradt Halmer, für den Stoff zu begeistern. Doch nach fünf Jahren Mailverkehr mit dem Redakteur muss Conrad erkennen, dass er keinen Schritt weitergekommen ist. Immer wieder hat er neue Fassungen geschrieben. Immer wieder hat er unzählige Änderungen auf Wunsch des Senders vorgenommen, nach denen von der ursprünglichen Geschichte wenig übrig geblieben ist. Und doch fordert der Redakteur immer wieder Änderungen.
Conrad muss einsehen, dass das Buch niemals fertig werden wird, auch wenn er noch weitere fünf Jahre daran arbeitet. Er fasst einen folgenschweren Entschluss: Gemeinsam mit seinem Vater Ephraim entführt der kleine Autor Conrad Weitzmann den großen Redakteur Stuckradt Halmer.
Und an diesem Punkt beginnt unsere Geschichte.
 

DER KUCKUCK UND DER ESEL

Regie: Andreas Arnstedt

D 2014, 95 Min., FSK: 16

 

Kurzinhalt

Der wenig erfolgreiche Autor Conrad Weitzmann will die Liebesgeschichte seiner Eltern verfilmen – die schönste Liebesgeschichte der Welt. Tatsächlich scheint sich ein Redakteur für seinen Stoff zu begeistern. Doch nach fünf Jahren Mailverkehr ist jetzt Schluss: Immer neue Änderungen will der Redakteur und von der ursprünglichen Geschichte ist nur noch wenig übrig. Gemeinsam mit seinem Vater Ephraim entführt der kleine Autor den großen Redakteur und zwingt ihn zur Zusammenarbeit!

Synopsis

Der Kuckuck und der Esel erzählt die Geschichte der eigenwilligen Familie Weitzmann, die in der Nähe Berlins auf dem Lande lebt. Vor zehn Jahren, nach dem Tode seiner Mutter, beschloss der bis dahin wenig erfolgreiche Autor Conrad Weitzmann die Liebesgeschichte seiner Eltern zu verfilmen.
Für ihn ist es die größte Liebesgeschichte der Menschheit, deren Verfilmung der uralte Vater verdammt noch mal noch erleben soll.... Er blutet seine Seele in jahrelanger Arbeit in seinem Drehbuch „Der Orangenhain“ aus und sucht den Kontakt zu einem Fernsehsender. Tatsächlich scheint sich ein Redakteur, Stuckradt Halmer, für den Stoff zu begeistern. Doch nach fünf Jahren Mailverkehr mit dem Redakteur muss Conrad erkennen, dass er keinen Schritt weitergekommen ist. Immer wieder hat er neue Fassungen geschrieben. Immer wieder hat er unzählige Änderungen auf Wunsch des Senders vorgenommen, nach denen von der ursprünglichen Geschichte wenig übrig geblieben ist. Und doch fordert der Redakteur immer wieder Änderungen.
Conrad muss einsehen, dass das Buch niemals fertig werden wird, auch wenn er noch weitere fünf Jahre daran arbeitet. Er fasst einen folgenschweren Entschluss: Gemeinsam mit seinem Vater Ephraim entführt der kleine Autor Conrad Weitzmann den großen Redakteur Stuckradt Halmer.
Und an diesem Punkt beginnt unsere Geschichte.

Inhalt

Inhalt

Der Kuckuck und der Esel erzählt die Geschichte der eigenwilligen Familie Weitzmann, die in der Nähe Berlins auf dem Lande lebt.
Vor zehn Jahren, nach dem Tode seiner Mutter, beschloss der bis dahin wenig erfolgreiche Autor Conrad Weitzmann die Liebesgeschichte seiner Eltern zu verfilmen. Für ihn ist es die größte Liebesgeschichte der Menschheit, deren Verfilmung der uralte Vater verdammt noch mal noch erleben soll.... Er blutet seine Seele in jahrelanger Arbeit in seinem Drehbuch „Der Orangenhain“ aus und sucht den Kontakt zu einem Fernsehsender. Tatsächlich scheint sich ein Redakteur, Stuckradt Halmer, für den Stoff zu begeistern. Doch nach fünf Jahren Mailverkehr mit dem Redakteur muss Conrad erkennen, dass er keinen Schritt weitergekommen ist. Immer wieder hat er neue Fassungen geschrieben. Immer wieder hat er unzählige Änderungen auf Wunsch des Senders vorgenommen, nach denen von der ursprünglichen Geschichte wenig übrig geblieben ist. Und doch fordert der Redakteur immer wieder Änderungen. Conrad muss einsehen, dass das Buch niemals fertig werden wird, auch wenn er noch weitere fünf Jahre daran arbeitet. Er fasst einen folgenschweren Entschluss: Gemeinsam mit seinem Vater Ephraim entführt der kleine Autor Conrad Weitzmann den großen Redakteur Stuckradt Halmer. Und an diesem Punkt beginnt unsere Geschichte. Stuckradt Halmer verbringt die nächsten sechs Monate gefangen im Keller der Familie Weitzmann. Er weigert sich anfangs, mit Conrad am Drehbuch zu arbeiten. An dieses Drehbuch, das irgendwer in seiner Redaktion seit fünf Jahren begleitet, kann er sich gar nicht erinnern. Vater Ephraim, der das KZ Breslau überlebt hat, später in Gaza kämpfte und aus der israelischen Armee desertierte, ist nicht zimperlich: Mit brutaler Gewalt zwingt er den Redakteur zur Zusammenarbeit. Die undurchsichtige Welt der Fernsehanstalten entsteht vor dem Auge des Zuschauers. Sie wird durch den Redakteur entlarvt. Wir tauchen ein in ein System, in dem kein Verantwortlicher mehr auszumachen ist. Wie in einem Möbiusband folgt man den immer gleichen Kurven, hinter denen immer neue Instanzen zu warten scheinen. Autor und Redakteur legen die Strukturen der deutschen Fernsehlandschaft offen, an deren Ausweglosigkeit Generationen von Autoren und Filmemachern gescheitert sind. Aus der Liebesgeschichte zwischen dem Juden und der Deutschen nach Ende des 2. Weltkrieges entwickelt sich im Laufe der unfreiwilligen Zusammenarbeit die Geschichte einer Israelin und eines Palästinensers. „Der Markt für jüdische Konflikte ist in Deutschland nicht sehr groß“, glaubt Halmer, begibt sich aufs Glatteis der deutsch-israelischen Geschichte. „Hier kann man als Deutscher nur Fehler machen.“, konstatiert er schließlich...Schmerzlich begreift der Autor schließlich, dass unabhängiges Filmemachen in Deutschland, oder gar in ganz Europa, unmöglich ist. Man muss über Leichen gehen, um sein Herzblut auf die Leinwand zu bringen. Conrad Weitzmann ist zu allem bereit.

Credits

Stabliste

 

Regie Andreas Arnstedt

Drehbuch Andreas Arnstedt, Horst Fichte

Kamera Moritz Anton

Ton Julian Cropp

Schnitt Sylvan Coutandin

Musik David Orlowsky Trio

Produktion Martin Lehwald, Andreas Arnstedt

SCHIWAGO FILM GmbH

 

Mit:

Jan H. Stahlberg

Thilo Prothmann

Joost Siedhoff

Marie Schöneberg

Gertie Honeck

Pressestimmen

 

Pressestimmen

Förderpreis Neues Deutsches Kino
Filmfestival HOF 2014, Jurybegründung:

"Hier ist auf den Punkt gebracht, was wir alle im deutschen Film vermissen, bzw. wofür der deutsche Film schon lange nicht mehr steht: intelligenter schwarzer Humor, konsequent, radikal, mutig“.

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GUTE FILME, GUTE BRATWURST

... Ein Trend des Festivals waren Filme, die völlig ohne staatliche Fördergelder und Senderbeteiligung finanziert wurden. So auch der Gewinner des "Förderpreises Neues Deutsches Kino", Der Kuckuck und der Esel. Regisseur Andreas Arnstedt konnte mit den 10.000 Euro Preisgeld einen Teil seiner Kosten für den Film wieder einspielen. Darin geht es um einen erfolglosen Drehbuchautor, der den für unzählige Absagen verantwortlichen Redakteur kurzerhand entführt, ankettet und mit seiner Drehbuchidee Der Orangenhain foltert. Redakteur Stuckradt Halmer (herrlich: Jan H. Stahlberg) findet den Stoff schon bald "bä-ren-stark", will ihn unbedingt umsetzen.

In seiner Satire lässt Arnstedt keine Gelegenheit aus, Klischees des (deutschen) Films bloßzustellen. Das ist herrlich geschmacklos und reicht von der Krankheit "Scheiß Arthouse-Krebs" bis hin zum jüdischen Opa, der bei jeder Gelegenheit an die Nazi-Zeit erinnert, sich in Rage redet, davon spricht, dass die Nazis die Kultur ausgemerzt hätten, das jüdische, kreative, schwule Deutschland, das sei alles weg, und "Der Schuh des Manitu – das ist die Spätfolge von Auschwitz!"
Ob sich der 41-jährige Arnstedt für seinen nächsten Film Chancen auf staatliche Filmförderung oder Senderbeteiligung ausrechnen kann, ist noch fraglich. Aber das ist vielleicht auch ganz gut so...

epd-Film, Johannes Lehnen

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Der Kuckuck und der Esel

 

Der zweite Kinofilm von Regisseur Andreas Arnstedt ("Die Entbehrlichen") ist eine bitterböse Farce über das Scheitern eines Filmemachers an einer Fernsehredaktion. Conrad Weitzmann hat sein Drehbuch "Der Orangenhain" fünf Jahre lang geändert, wie es die Redaktion forderte. Und nun will er endlich den Redakteur persönlich sprechen und inhaltlich festnageln: Was bleibt ihm anderes übrig, als den Mann zu entführen? Die schwarze Satire ätzt nicht nur über das undurchsichtige System einer Fernsehanstalt, die so viel Entscheidungsmacht hat. Der Film beweist auch Mut zum Eigenwillen, indem er seine groteske Handlung, die auch vor Mord und Vergewaltigung nicht zurückschreckt, wie ein von Realität und politischer Korrektheit befreites Gedankenspiel anlegt.

Die Personen müssen ambivalent sein, fordert Redakteur Stuckradt Halmer von Conrads Drehbuch. Wie zum Spott sind die Charaktere von "Der Kuckuck und der Esel" sogar ausgesprochen ambivalent: Mit dem armen Conrad, der nur wissen will, was Sache ist, seiner Schwester und dem verbitterten Vater, einem Holocaust-Überlebenden, fühlt man die ganze Zeit mit. Sie wohnen in einem armseligen Häuschen in der ostdeutschen Pampa und sind zum Äußersten entschlossen. So schenkt der Zuschauer in dieser Farce sein Herz ein paar Kriminellen, weil sie gesellschaftliche Underdogs sind. Und weil sie an diesen aufgeblasenen Sender-Fuzzis scheitern, die aalglatte Briefe schreiben und sich jedem echten Dialog entziehen.

Stuckradt druckst als Gefangener herum, findet Conrads Drehbuch auf einmal toll, die Liebesgeschichte "bärenstark". Nur kommt ihm der misstrauische Conrad immer auf die Schliche: Stuckradt hat in Wirklichkeit gar keinen konkreten Plan, was das Drehbuch angeht und so wird es vermutlich wieder in der Warteschleife landen, sobald er freikommt. Der Dialog der beiden Kontrahenten ist voller Pointen über die fragwürdigen Kriterien, nach denen Sender einen Filmstoff beurteilen. Man scheint dort die Erwartungen der Zuschauer erstaunlich genau zu kennen, selbst in Bezug auf lächerliche Kleinigkeiten.

Die Idee des Films erschöpft sich jedoch rasch und so gibt es auch viel Leerlauf in dieser Handlung. Weder Conrad und seine Familie, noch der Film scheinen zu wissen, wie sie aus der Nummer wieder herauskommen sollen. Die Charaktere bleiben funktional, schließlich ist die Geschichte ja auch nicht realistisch. Nur Marlene erzielt mit ihrer zarten Romanze eine tiefere menschliche Glaubwürdigkeit. Insgesamt ist der ungewöhnliche Film eine mutige Satire über die anonyme Macht der TV-Sender aus der Perspektive leidgeprüfter Filmemacher. Aber er hat auch einige Längen und wirkt eher kantig, als ausgefeilt.

Fazit: Die ätzende Satire über die Macht der Fernsehanstalten in der deutschen Filmproduktion ist zugleich eine groteske Rachefantasie: Die Entführung eines TV-Redakteurs lässt die Geschichte in einem realitätsfernen Raum schweben, der ihr gedankliche Freiheit, treffende Pointen, aber auch einigen Leerlauf beschert.

 

Spielfilm.de, Bianka Piringer

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3. September 2015, Filmtipp des Tages: Kreativ um jeden Preis

Stuckradt Halmer ist erfolgreicher Redakteur bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Auf einer Party wird er von einem Kellner gebeten, ihn zu einem Treffen mit einer Frau namens Shoshana zu begleiten. Als er wieder zu sich kommt, liegt er auf einem Bett in einem kleinen abgesperrten Teil eines Kellers. Sein Entführer ist besagter Kellner Conrad Weitzmann. Der hat seit fünf Jahren versucht, sein Drehbuch "Der Orangenhain" an die Öffentlich-Rechtlichen zu verkaufen, doch nie hat es geklappt. Mithilfe von Halmer will er das Drehbuch verbessern - monatelang arbeiten sie daran. Die skurrilen Figuren in "Der Kuckuck und der Esel", allen voran der Weitzmann-Clan mit Conrad, Vater Ephraim und Schwester Marlene, sind mit viel Liebe zum Detail gespielt. Doch der bitterschwarze Humor von Andreas Arnstedts Satire übersteigt manchmal jegliche moralische Grenzen. Denn auch wenn sich Conrad und Stuckradt sogar anfreunden, so ist Ephraim stets zur Stelle, um Stuckradt klar zu machen, dass er eine Geisel ist. Die Erniedrigungen, die er sich für den Gefangengen ausdenkt, sind nichts für schwache Nerven.

Süddeutsche Zeitung

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DER KUCKUCK UND DER ESEL

An Filmen über Entführungen, die anders als geplant verlaufen, herrscht in der Filmgeschichte kein Mangel. Hans Weingartners „Die fetten Jahre sind vorbei“ (fd 36 796) etwa oder im Komödienfach vorbildlich entgleisend „Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone“ ((fd 25 911); 1986) mit Bette Midler als Opfer, das die von ihrem Ehemann gedungenen Kidnapper nicht nur überlegen herumscheucht, sondern im Kern auch noch endlich abnimmt und sich für den unerwarteten Service zu bedanken weiß. Auch in „Der Kuckuck und der Esel“ steht die Welt Kopf, wenn ein abgewiesener Drehbuchschreiber just den Redakteur eines öffentlich-rechtlichen Senders entführt, der ihn über zehn Jahre hingehalten und auch noch an der hundertsten Fassung des „Orangenhains“ etwas auszusetzen hatte.

Schon der einer Rosamunde-Pilcher-Parodie ähnelnde Vorspann mit im Freien tanzenden Hochzeitsgästen und einer penetrant fröhlicher Klezmer-Musik lässt keinen Zweifel daran, dass in dieser schwarzen Komödie auf Schritt und Tritt mit schrillen Dissonanzen zu rechnen ist. Nach dem Kitsch-Reigen folgt ein etwas zähes Kammerspiel. Das Haus der jüdischen Familie Weitzmann liegt abgelegen auf dem Land. Während der Vater, ein Auschwitz-Überlebender, keinen Gewaltgebrauch scheut, um den zwischen Apathie und Arroganz schwankenden Redakteur gefügig zu machen, zieht es der Sohn vor, die Mängel seines Drehbuchs auszudiskutieren, so lange, bis die Liebesgeschichte rund um den israelisch-palästinensischem Konflikt drehreif ist.
Seinem Gegenüber, mit Inbrunst von Jan Henrik Stahlberg in allen konformistischen Facetten verkörpert, dämmert es nach Wochen täglicher Auseinandersetzungen allmählich, dass er aus der Nummer nicht so leicht herauskommt. Zumal die Disziplinierungsmethoden der ansonsten freundlich auftretenden Weitzmanns brachialer nicht sein könnten: Mal wird ihm gegen seinen Willen ein gesunder Zahn gezogen, mal zeichnet man seine Vergewaltigung durch die männliche Aushilfskraft des Nachbarn auf und droht damit, den Film ins Internet zu stellen. Nur die übergewichtige Tochter nimmt den Gefangenen gelegentlich in Schutz, nachdem er ihr Avancen machte. Seine einschmeichelnden Psychotricks scheinen auch bei den anderen aufzugehen. Gemeinsam bricht man zum Sender auf, um den Dreh endlich in die Wege zu leiten. Kurz vor dem Ziel erfahren Vater und Sohn aber aus Versehen, dass es in der Hierarchie eine weitere Hürde zu nehmen gilt. Sie kidnappen kurzerhand die abgeklärte Vorgesetzte des Redakteurs und bekommen von ihr im Finale eine bittere Lektion über den aktuellen Stand der deutschen Fernsehlandschaft verpasst. Das Thema sei ohne Kommissare oder Ärzte nicht quotentauglich; auf Qualität komme es ohnehin nicht mehr an. Bei den Privaten, die gelegentlich etwas wagen, sei das Projekt besser untergebracht.
Regisseur Andreas Arnstedt, der als Darsteller über Erfahrungen in Seifenopern verfügt, wagt in seinem selbst finanziertem Debüt etwas, das sich im hiesigen Kino rar macht: Er reflektiert über die eigene Branche und das mit einem makabren Humor, der das deutsche Harmoniestreben gründlich ignoriert. Nicht ohne Grund hängt im Kidnapper-Haus eine große Fotografie von Fassbinder, der seine wenig mehrheitstauglichen Gesellschaftsabrechnungen heute wohl auch im Dauerclinch gegen die Entscheidungsträger realisieren müsste.
An der Drehbuchfront hinterlassen die wehrhaften Weitzmanns am Ende eine Menge Tote. Die Gewalt wird ähnlich beiläufig wie bei Tarantino in Szene gesetzt; dass einem das Lachen dabei schnell vergeht, mag auch daran liegen, dass Arnstedt mitunter mit aufreizender Flachheit gegen eine flache Zynikerzunft ankämpft, die ihre eigene Mutlosigkeit zur Systemnotwendigkeit stilisiert. „Der Kuckuck und der Esel“ ist ein grimmiges Vergnügen ohne Rücksicht auf ästhetische und dramaturgische Verluste. Ein Stück Querulanten-Kino, von dem man sich gerne aus dem Konzept bringen lässt.

FILMDIENST, Alexandra Wach

 

Biografie

Biografie

 

ANDREAS ARNSTEDT (Regie)

Andreas Arnstedt wurde in Gera (Thüringen) geboren. Von 1990 bis 1993 absolvierte er eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen Babelsberg und 1990 im Theaterverein Berlin.

Seit 1993 war er in verschiedenen Fernseh- und Theaterproduktionen zu sehen, zudem entstanden zahlreiche Theaterstücke und Drehbücher. Im Jahr 2006 trat er erstmals als Regisseur in Erscheinung: Auf der Bühne des Berliner Theaters Hebbel am Ufer inszenierte und produzierte er die Uraufführung des Stückes „F.C.F.- Der Kanzler oder die Göringcollection“. Die Hauptrolle übernahm hierbei Mathieu Carriére.

2008 bis 2009 entsteht sein erster Kinofilm als Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. „Die Entbehrlichen“ startete am 30. September 2010 in Deutschland. Dieser Film wurde mit 27 internationalen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Max Ophüls Verleihförderpreis und dem DEFA Förderpreis. Beim Internationalen Filmfestival São Paulo wurde Andreas Arnstedt als Bester Regisseur ausgezeichnet. 2010 dann widmete er sich der Wiederaufführung des Stückes „F.C.F.- Der Kanzler oder die Göringcollection“ in der Theaterkapelle Berlin. Dieses Mal mit Axel Wandke in der Hauptrolle.

2014 entsteht sein zweiter Kinofilm „Der Kuckuck und der Esel".

Zudem befindet sich Andreas Arnstedt in der Vorbereitung zur Realisierung des Kinofilms "Fünf" (Buch und Regie) in Koproduktion mit der Construction Filmproduktion GmbH in München.

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JAN H. STAHLBERG (Stuckradt Halmer)

Nach dem Abitur am Elly-Heuss-Knapp Gymnasium absolvierte er ein Schauspielstudium in München und Brüssel. Neben verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen im In- und Ausland war er auch am Theater in Ingolstadt und an der Berliner Volksbühne tätig. Bekannt wurde Stahlberg durch die Rolle des Weltverbesserers Mux in dem Film „Muxmäuschenstill“, für den er auch das Drehbuch schrieb. 2009 erschien „Short Cut to Hollywood“, der zweite Film, den er zusammen mit Marcus Mittermeier gedreht hat.

Filmografie (Auswahl):

2004 - Muxmäuschenstill

2005 - Kometen

2006 - Bye Bye Berlusconi!

2006 - Knallhart

2006 - FC Venus

2007 - Kein Bund fürs Leben

2008 - Mogadischu (TV)

2009 - Short Cut to Hollywood

2011 - Der Staatsanwalt – Tödliche Erkenntnis (TV)

2014 - Der Kuckuck und der Esel

 

Interview

Interview

 

Festivals

Festival

Int. Film Festival Zürich 2014 – Wettbewerb

HOF 2014Förderpreis Neues Deutsches Kino

Mostra de Cinema di Sao Paulo 2014 – Wettbewerb

Max Ophüls Preis 2015

Achtung Berlin 2015

Comedy Cluj Festival 2015, Romania (16. - 25.10.2015)

Snowdance Film Festival – Beste Regie

Pressematerial/Downloads

 

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Jetzt im Kino!!

Jetzt im Kino

 

KINOTOUR:

29.08.2015 - 21:00 Uhr - NÜRNBERG, Casablanca

30.08.2015 - 19:45 Uhr - MÜNCHEN, Monopol

 

03.09.2015 - 19:30 Uhr - BERLIN, Babylon - PREMIERE

03.09.2015 - 20:15 Uhr - BERLIN, Freiluftkino Pompeij/Kino Zukunft

04.09.2015 - 20:00 Uhr - JENA, Kino im Schillerhof

06.09.2015 - 19:00 Uhr - BERLIN, Lichtblick-Kino

07.09.2015 - 20:50 Uhr - MÜNCHEN, Monopol

 

KINOSTART: 03.09.2015

 

BERLIN

am 03.09.2015 um 19:30 Uhr Babylon Mitte - PREMIERE mit Team

am 03.09.2015 um 20:15 Freiluftkino Pompeij - Filmgespräch mit Andreas Arnstedt

am 06.09.2015 um 19:00 Uhr Lichtblick-Kino - Filmgespräch mit Andreas Arnstedt

03. - 09.09.2015 Babylon Mitte

03. - 16.09.2015 Lichtblick-Kino

03. - 30.09.2015 Zukunft

 

FRANKFURT AM MAIN

01. - 07.10.2015 Mal seh'n Kino

 

FREIBERG

am 24.05.2016 ePi-Zentrum

 

FÜRSTENWALDE

17. - 23.09.2015 Filmtheater Union

 

JENA

am 04.09.2015 um 20:00 Uhr Kino im Schillerhof - Filmgespräch mit Andreas Arnstedt

03. - 09.09.2015 Kino im Schillerhof

 

KONSTANZ

20.05. - 23.05.2016 Kommunales Kino Zebra

 

MÜNCHEN

am 30.08.2015 um 19:45 Uhr Monopol - PREVIEW mit Andreas Arnstedt

am 07.09.2015 um 20:50 Uhr Monopol - Filmgespräch mit Andreas Arnstedt

03. - 16.09.2015 Monopol

 

NÜRNBERG

am 29.08.2015 um 21:00 Uhr Casablanca - PREVIEW mit Andreas Arnstedt

03. - 16.09.2015 Casablanca

 

REGENSBURG

24. - 27.09.2015 Filmgalerie im leeren Beutel

 

ROSTOCK

08. - 14.10.2015 Lichtspieltheater Wunderwoll

 

SAARBRÜCKEN

03. - 16.09.2015 Filmhaus