Veloce come il vento def
 

VELOCE COME IL VENTO - Giulias großes Rennen

Regie: Matteo Rovere

IT 2016, 119 min., Farbe, OmU, FSK: 12

Veloce come il vento def
 

VELOCE COME IL VENTO - Giulias großes Rennen

Regie: Matteo Rovere

IT 2016, 119 min., Farbe, OmU, FSK: 12

Inhalt

Inhalt

Die Leidenschaft für schnelle Motoren liegt Giulia De Martino im Blut, denn sie stammt aus einer Familie, die seit Generationen Champions im Motorsport hervorbringt. Auch sie ist Rennfahrerin, noch dazu ein außergewöhnliches Talent, sodass sie bereits als Siebzehnjährige unter der Führung ihres Vaters Mario an der GT-Meisterschaft teilnimmt. Aber eines Tages ändert sich alles, und Giulia muss nun sowohl auf der Rennbahn als auch im Leben allein zurechtkommen. Die Situation verkompliziert sich, als ihr Bruder Loris unerwartet wieder zu Hause auftaucht, auf den man als Rennfahrer zwar nicht mehr bauen kann, der jedoch mit einem außergewöhnlichen siebten Sinn fürs Fahren begabt ist. Giulia bleibt nichts anderes übrig, als mit ihm zusammenzuarbeiten. In einer rasanten Abfolge von Adrenalin und Emotionen entdecken beide, wie schwierig und gleichzeitig bedeutsam es ist, eine Familie zu sein.

Credits

Stabliste

Regie

MATTEO ROVERE

Drehbuch

FILIPPO GRAVINO, FRANCESCA MANIERI, MATTEO ROVERE

Kamera

MICHELE D'ATTANASIO

Schnitt

GIANNI VEZZOSI

Ton

ANGELO BONANNI

Kostüme

CRISTINA LA PAROLA

Produzenten

DOMENICO PROCACCI

mit:

STEFANO ACCORSI, MATILDA DE ANGELIS, ROBERTA MATTEI, PAOLO GRAZIOSI

 

Pressestimmen

Pressestimmen

 

 

Biografie

Biografie

MATTEO ROVERE

Der 1982 geborene Matteo Rovere hat sein Regiedebüt mit dem Kurzfilm „Lexotan“, für den er den Premio Kodak beim Filmfestival „Linea d’Ombra“ in Salerno erhält. Weitere Kurz- und Dokumentarfilme folgen, bis er 2007 mit „Homo homini lupus“ nationale und internationale Preise gewinnt, darunter den „Nastro d’Argento“ für den besten italienischen Kurzfilm. 2008 realisiert er seinen ersten Spielfilm, „Un gioco da ragazze“, an den sich „Gli sfiorati“ und „Veloce come il vento“ anschließen.

Über seine Regiearbeit hinaus schreibt er die Drehbücher für die meisten seiner Filme und ist für Ascent Film und Groenlandia als Kino- und Fernsehproduzent tätig. 2014 gewinnt er erneut den „Nastro d’Argento“, dieses Mal für „Smetto quando voglio“ als bester Produzent.

Regie

  • Lexotan (2002)
  • Unconventional Toys (2004)
  • Sulla riva del lago (2004)
  • Homo homini lupus (2006)
  • Gitanes (2004, documentario)
  • Un gioco da ragazze (2008)
  • Gli sfiorati (2011)
  • Veloce come il vento (2016)

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STEFANO ACCORSI

Geboren am 2. März 1971 in Bologna. 1991 hat er eine der beiden Hauptrollen im Film “Fratelli e Sorelle” von Pupi Avati. Nach dem Film besucht er die Schauspielschule in Bologna und erhält dort 1993 sein Diplom. Er wird Ensemblemitglied im Bologneser Theater „Arena del Sole“, wo er vor allem in klassischen Stücken von Goldoni bis Pirandello zu sehen ist. Der Auftritt in einem Werbespot für einen bekannten Eishersteller ein Jahr später verhilft ihm zu großer Bekanntheit (Regie: Daniele Luchetti).

Filme:

  • “Jack Frusciante è uscito dal gruppo” (Regie: Enza Negroni)
  • “Piccoli maestri” (Regie: Daniele Luchetti)
  • “Ormai è fatta” (Regie: Enzo Monteleone, Auszeichnung Premio Grolla d’Oro als bester Schauspieler)
  • “Un uomo perbene” (Regie: Maurizio Zaccaro, Auszeichnung Premio Grolla d’Oro)
  • “Capitães de Abril” (Regie: Maria de Medeiros)
  • “Come quando fuori piove” (Regie: Mario Monicelli)
  • “Radiofreccia” (Regie: Luciano Ligabue, Auszeichnungen David di Donatello, Premio Amidei und Ciak d’Oro)
  • “L'ultimo bacio/Ein letzter Kuss” und “Baciami ancora” (Regie: Gabriele Muccino)
  • “Le fate ignoranti/Die Ahnungslosen” und “Saturno contro/In Ewigkeit Liebe” (Regie: Ferzan Ozpetek, Auszeichnungen Nastro d’Argento, Ciak d’Oro und Globo d’Oro dalla Stampa Estera in Italia)
  • “La stanza del figlio/Das Zimmer meines Sohnes” (Regie: Nanni Moretti)
  • “Santa Maradona/Rote Karte für die Liebe” (Regie: Marco Ponti)
  • “L’amore ritrovato” (Regie: Carlo Mazzacurati)
  • “Romanzo Criminale” und “Un viaggio chiamato amore“ (Regie: Michele Placido, Auszeichnung Coppa Volpi als bester Darsteller bei der 59. Ausgabe der Filmfestspiele von Venedig)
  • “La vita facile” (Regie: Lucio Pellegrini)

2006 kehrt er mit dem Stück „Il dubbio“ (Autor: John Patrick Shanley, Pulitzer-Preis für Dramaturgie 2005/Regie: Sergio Castellito) zum Theater zurück. 2012 spielt er in „Furioso Orlando“ und in der Spielzeit 2013/14 in „Giocando con Orlando“, beide auf dem Versepos „Orlando furioso/Der rasende Roland“ von Ludovico Ariost basierend, unter der Regie von Marco Baliani. Von 2014 bis 2016 spielt er in „Decamerone vizi, virtù, passioni“, basierend auf dem „Decamerone“ von Giovanni Boccaccio, wiederum unter der Regie von Marco Baliani.

Er arbeitet in Italien und Frankreich, wo er mit Stephen Greep eine eigene Produktionsfirma gegründet hat. Vom französischen Kulturministerium wird ihm der Ritterorden für die schönen Künste verliehen (Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres). In Frankreich hat er unter anderem in folgenden Filmen mitgearbeitet: “La faute à Fidel” von Julie Gavras, “Les Brigades du tigre” von Jeròme Cornuou, “Un baiser s’il vous plait” von Emmanuel Mouret, “Les deux mondes” von Daniel Cohen, “Le jeune fille et les loups” von Gilles Legrand, “Baby blues” von Diane Renaud, “Je ne dis pas no” von Iliana Lolic, “Nous trios” von Renaud Bertrand, “Tous les soleils” von Philippe Claudel sowie in der Fernsehserie “Mafiosa” von Pierre Leccia für Canal+.

2013 hat er sein Regiedebüt mit dem Kurzfilm „Io non ti conosco“, in dem er auch die Hauptrolle übernimmt und der von Yoox Groop produziert wird (Auszeichnung Nastro d’Argento 2014 als bestes Regiedebüt). Ein Jahr später realisiert er für Peugeot Italia drei weitere Kurzfilme: “Ultimo Tango”, “Parking” und “Autostop”. Zuletzt hatte er Hauptrolle und Regie in drei innovativen Virtual-Reality-Videos (Oculus-Technologie), wiederum für Peugeot.

Kürzliche Arbeiten: Rollen in der Fernsehserie “Il clan dei camorristi”, in den Kinofilmen “Viaggio sola” von Maria Sole Tognazzi, “L’Arbitro” von Paolo Zucca, “La nostra terra” von Giulio Manfredonia, “Veloce come il vento – Giulias großes Rennen” von Matteo Rovere. Für den Fernsehsender Sky Italia: in der Serie “1992” unter der Regie von Giuseppe Gagliardi und in der Serie “The Young Pope” von Paolo Sorrentino.

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MATILDA DE ANGELIS

Matilda De Angelis, Schauspielerin und Sängerin, beginnt ihre musikalische Ausbildung im Alter von 11 Jahren an der Geige und der Gitarre, im Alter von 13 Jahren schreibt und komponiert sie ihre ersten Songs. Seit 2012 ist sie Sängerin von „Rumba de Bodas“, einer jungen Band aus Bologna, die mit ihrer Musik in der ganzen Welt zuhause ist. Sie ist eine Hauptdarstellerin in „Tutto può succedere“, einer italienischen Version der amerikanischen Serie „Parenthood“, die im Fernsehsender RaiUno ausgestrahlt wird. Darin spielt sie die Jugendliche Ambra Scalvino, eine Rolle, mit der sie in kürzester Zeit das Publikum erobert hat.

 

Interview

Interview mit Matteo Rovere

Woher stammt die Idee für diesen Film?

Ich würde sagen, die stammt aus verschiedenen Quellen. Auf der einen Seite wollte ich schon immer einen Actionfilm drehen, der emotional und zugleich unterhaltsam ist. Auf der anderen Seite hat es mich vom dramaturgischen Standpunkt aus schon lange interessiert, etwas über eine Welt zu erzählen, die ihre eigenen Regeln hat. Und dem entspricht die Welt der Rennwagen perfekt. Um mehr darüber zu erfahren, habe ich mich mit den Drehbuchautoren Francesca Manieri und Filippo Gravino in dieses Universum vertieft. Ich habe viele Leute getroffen und mir Geschichten erzählen lassen. Dabei bin ich auf den Mechaniker Antonio Dentini gestoßen, den alle nur Tonino nannten und der leider vor kurzem verstorben ist. Antonio wusste alles über Rennwagen und kannte alle Geschichten der letzten Jahrzehnte aus dieser Welt. Er hat mir auch von Carlo Capone erzählt, einem überaus talentierten, aber auch ungewöhnlichen Champion. Sein Leben ist schier unglaublich, und wir wollten mit unserer Erzählung ehrenvoll an ihn erinnern. Nach dem Ende seiner Karriere als Fahrer hatte Carlo Capone das Angebot angenommen, für eine Fahrerin als Trainer zu arbeiten, während er tragischerweise immer mehr in einen Tunnel der Drogenabhängigkeit geriet. Wir beschlossen daher, von den wahren Personen auszugehen und darum herum Ereignisse zu erfinden, die von dieser Geschichte inspiriert sind.

Was lag dir beim Erzählen besonders am Herzen?

Ein Grundthema ist die enge Bindung zwischen Geschwistern und, allgemeiner noch, das Schutzbedürfnis. Wie viel bist du bereit, zu riskieren für die, die du liebst? Die beiden Protagonisten sind gezwungen, kleine und große Probleme zusammen zu bewältigen, und es hat mich fasziniert und emotionalisiert, diese „wiederhergestellte“ Familienbeziehung, die es ähnlich in vielen Familien gibt, im „Gewand“ eines Actionfilms zu erzählen, voller Adrenalin und Realismus in Bezug auf die Welt der Rennwagen. Eine Welt, die unglaublich viele Eindrücke bietet, die den Alltag von uns allen inspirieren können. Die Filme im Bereich Automobilismus zeigen häufig nur „Abenteuer mit Autos“, aber das Vergnügen und die Energie, die dieses Universum durchziehen, sind ohne diese grundlegenden Empfindungen nicht vorstellbar.

Welche Beziehung gab es zum echten Capone?

Capone befindet sich derzeit in einer psychiatrischen Einrichtung im Piemont. Wir haben ihn mehrfach getroffen, er hat uns seine Abenteuer erzählt, aber das Verhältnis zu ihm ist nicht einfach, und ich habe seine Heldentaten vor allem über die Erzählungen von Tonino Dentini vermittelt bekommen. Capone war ein Fahrer, der gegen den Strom schwamm, er hat an den falschen Stellen nein gesagt, und man hat ihn weggeschickt, obwohl er der Beste war.

Warum hast du Stefano Accorsi für die Hauptrolle ausgewählt und welche Beziehung gibt es zwischen euch?

Schon beim Drehbuchschreiben habe ich an ihn gedacht, aber ich wusste auch, dass ein Schauspieler, der diese Figur spielen würde, zu einer großen Verwandlung bereit zu sein hatte. Stefano hat viel Mühe auf sich genommen, um sich in körperlicher Hinsicht an Loris De Martino anzunähern. Obwohl er schon dünn war, hat er noch weitere elf Kilo abgenommen. Tagelang hat er sich den Wecker auf drei Uhr morgens gestellt, um noch ausgemergelter und heruntergekommener auszusehen, außerdem hat er sich die Haare wachsen lassen. In sprachlicher Hinsicht hingegen hat er sich auf seinen Heimatdialekt, seine eigene Muttersprache, zurückbesonnen. Er hatte sich mit einer schwierigen, anspruchsvollen und wagemutigen Figur auseinanderzusetzen, die gleichzeitig auch komisch, zart und ehrlich ist. Zwischen uns ist eine tiefe, von großer Wertschätzung getragene Beziehung entstanden.

Wie bist du auf Matilda De Angelis für die weibliche Hauptrolle gekommen?

Mit Matilda lief es ganz anders, denn sie steht am Beginn ihrer Laufbahn als Schauspielerin. Während eines Castings in Bologna bekamen wir einen Hinweis eines ihrer Freunde und wurden so auf sie aufmerksam. Zusammen mit meinen Castern Francesca Borromeo und Federico Mutti haben wir sie zum Vorsprechen eingeladen. Sie war nicht so begeistert davon, wir mussten Überzeugungsarbeit leisten. Aber nach dem ersten Vorsprechen beruhigte sie sich und gewann eine strenge Auswahl (mehr als 400 Mitbewerberinnen). Matilda hatte eine Energie und einen Blick, die mich sogleich in ihren Bann gezogen haben, und ich sah in ihr ganz deutlich die Figur der Giulia, die mir vorschwebte.

Wo habt ihr gedreht?

Italien ist sozusagen das Welttheater der Autorennen, es gibt die „Renntempel“ von Monza, Imola, Vallelunge, Mugello, alles Strecken, auf denen die echte GT-Meisterschaft ausgetragen wird und wo wir viel gedreht haben, um so gut wie möglich die natürlichen Schauspiele auszunutzen, die diese Orte darbieten. Im Speziellen spielt der Film in Imola, die Familie De Martino kommt aus der Emilia Romagna.

Welche Möglichkeiten gibt es heutzutage für diese Art von Film?

Ich habe mich mitreißen lassen von einer Geschichte, die ich erzählen wollte, und habe dazu einen Genrefilm gewählt. Ich bin mir also bewusst darüber, dass ich im Rahmen des italienischen Kinos, wo die Begriffe Unterhaltung und Vergnügen in der Regel mit der Komödie verbunden sind, keinen ganz normalen Film gedreht habe. Ich denke aber, dass das Publikum auch Lust auf neue Anregungen und eine neue Form der Unterhaltung hat.

 

Regiekommentar

Die Idee zu „Veloce come il vento“ ist vor einigen Jahren entstanden, als ich zufällig den alten Automechaniker Antonio Dentini, genannt Tonino, traf, der ein Experte im Präparieren und Tunen von Motoren war. Er war inzwischen in Rente, ging aber oft in eine Werkstatt in der Nähe seines Hauses und versorgte dort die jungen Mechaniker, die an seinen Lippen hingen, mit Tipps. Die liebevolle Art und Weise, mit der er sein Werkzeug behandelte, hat mich sofort für ihn eingenommen, und es war faszinierend, ihm bei der Arbeit zuzuschauen. Besonders beeindruckte mich seine Fähigkeit, den Typ und den Zustand jedes beliebigen Motors lediglich am Geräusch zu erkennen, ähnlich dem absoluten Gehör eines Musikers.

Tonino erzählte viele Geschichten, darunter die von Carlo Capone, die mich besonders interessierte. Wer er gewesen war, was ihm zugestoßen war, wo er sich jetzt aufhielt. Aus dieser Erzählung heraus habe ich zusammen mit den Drehbuchautoren die Idee des Films entwickelt.

Ich erzählte dem Produzenten Domenico Procacci davon und schlug ihm einen Film mit „Action und Gefühl“ vor, der die Zuschauer in eine Geschichte voller Rhythmus und Adrenalin eintauchen lässt, aber auch Herz zeigt. Fandango hat sofort an diese Idee geglaubt und sie unterstützt. Es handelte sich um ein sehr schwieriges Projekt, vor allem wegen der vielen Actionszenen, die ich alle wirklichkeitsgetreu filmen lassen wollte, wobei der menschliche Faktor dabei immer an erster Stelle stehen sollte. Ich glaube, dass uns allen zusammen ein Film gelungen ist, der in gewisser Hinsicht ein Beispiel für einen mutigen, schwierig umzusetzenden und sehr spektakulären Film ist: ein Film, der die Tür in eine abenteuerliche Welt öffnet, die aus Frauen, Männern und Rennwagen besteht und die voller Geschichten und Gefühle ist.

„Veloce come il vento“ ist ein Film mit viel Action, aber auch und vor allem mit Menschen und ihren Geschichten, die von realen Vorkommnissen und Treffen beeinflusst sind. In den Erzählungen des Automechanikers Tonino (gespielt von Paolo Graziosi) waren die Rennfahrer keine Sieger, sondern Helden, und die Autos fuhren nicht, sondern flogen. Diese legendäre Atmosphäre, die Tonino in seinen bewegenden Geschichten vermittelte, wollte ich wiedererstehen lassen.

Protagonist des Films ist die Familie De Martino, die seit Generationen Motorenöl und Benzin im Blut hat. Die Rückkehr von Loris (Stefano Accorsi), einem ehemaligen Champion, der inzwischen vergessen und drogenabhängig war, erschien mir als gute Gelegenheit, um von der Welt zu erzählen, die ich kennengelernt hatte. Er wurde „Ballerino“ genannt, weil er die Kurven mit der Geschmeidigkeit von Wasser zu umtanzen verstand, indem er sie tatsächlich wie bei einem Tanz (der von seinen Gegnern als „unaufhaltsam“ bezeichnet wurde) eine nach der anderen anging, ohne aufzutrumpfen, ohne Zwang, sondern leichtfüßig und elegant, aber auch extrem schnell und mit einer gelenkigen und etwas unvollkommenen Art, die den anderen Fahrern keinerlei Raum auf der Bahn ließ.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Giulia De Martino, die mit ihren „neunundvierzig Kilo“ Nerven und ihrer Hingabe die Welt und die Beweggründe vieler Rennfahrerinnen, denen ich begegnet bin, in einer einzigen Person vereint, und die von Matilda De Angelis, die viel Arbeit in die Vorbereitung gesteckt hat, gelungen verkörpert wird. Matilda habe ich letztes Jahr unter den „Nichtschauspielern“ eines Castings getroffen, das in Bologna und Umgebung durchgeführt wurde. Ich war absolut davon überzeugt, den Film in der „Originalsprache“ zu drehen – dem Dialekt der Emilia-Romagna, der für die Welt der Autorennen charakteristisch ist. Matilda De Angelis und Stefano Accorsi stammen beide aus der Nähe von Bologna, Paolo Graziosi ist aus Rimini: Alle haben sie die Sprache ihrer Großeltern wieder hervorgeholt, um die Authentizität einer Welt zurückzubringen, die immer auf diese Weise gesprochen hat.

Loris, Tonino und Giulia sind für mich emotional einzigartige Begegnungen gewesen, die ich in einer Geschichte zu vereinen versucht habe, die nur zum Teil erfunden ist. Was sie erlebt haben, ist voller Gefühl, tragisch, komisch, ständig auf der Schwelle zwischen Leben und Tod, und in „Veloce come il vento“ versuche ich, etwas davon zu erzählen, und zwar so, dass es dem Publikum von innen heraus lebendig wird, als ob es mit mir zusammen dabei wäre, und wir gemeinsam mit ihnen.

Festivals

Festival 

Deutschland

2016, Internationale Hofer Filmtage, Welt Premiere

 

International 

2017, David di Donatello (Bester Schauspieler, Beste Kamera, Bester Schnitt, Beste Tongestaltung, Bestes Maskenbild, Bestes Digitale Effekte)

2016, Nastro d'Argento (Beste Hauptdarsteller, Bester Schnitt, Beste Hauptdarstellerin) 

 

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Jetzt im Kino!!

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KINOTOUR - PREVIEW - PREMIERE

 

25.10. - 30.10.2016 Internationale Hofer Filmtage